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ellen fricke | vita
Linguistin, Schauspielerin, Sprecherin und Performerin in der zeitgenössischen Musik, Autorin von Radio- und Sprachkompositionen. Ihre künstlerische Produktion und theoretische Reflexion gilt den Arealen Sprache, Musik und jeglichen Formen des Dazwischens. 1996 bis 97 DFG-Stipendium am Graduiertenkolleg Kognitionswissenschaften in Hamburg. 1998 bis 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Germanistische Linguistik am Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin, mit Gestik als Forschungsschwerpunkt, seit 2003 Lehraufträge für Semiotik, Linguistik und Kulturwissenschaften an der TU Berlin und der Europa-Universität Viadrina. 2004 Promotion und Mitbegründung des Berlin Gesture Center. 2005 Tiburtius-Anerkennungspreis der Berliner Hochschulen für die Dissertation Origo, Geste und Raum: Lokaldeixis im Deutschen. Seit April 2006 Projektleiterin (Teilprojekt Linguistik/Semiotik) im interdisziplinären Forschungsprojekt “Towards a grammar of gesture: evolution, brain, and linguistic structures”, das von der Volkswagenstiftung gefördert wird. Seit 2008 Professurvertretung für Angewandte Sprachwissenschaft an der Viadrina. 1988 bis 2002 Sprecherin und Sängerin im Ensemble Zwischentöne; mit dem Ensemble zahlreiche Uraufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten und Komponistinnen wie Alvin Lucier, Christian Wolff, Peter Ablinger, Walter Zimmermann, Klaus Lang, Benedict Mason, Georg Nussbaumer. Auftritte auch in anderen Formationen und als Soloperformerin. 2002 Konzeption und Realisierung der Konzertreihe physiognomien des lautens in Berlin. Uraufführungen und Erstsendungen eigener Werke 1998 bis 2002: Babel 1 (1998), Sprachkomposition für drei Sprecherinnen (Im Jahr 2000 Uraufführung einer kantonesischen Version). Linksrechtslinks (1999) für 2 Spieler an Studiotonbandmaschinen, Tuba und kleine Flöte. Der Eigensinn als blinder Passagier (1998), Radiokomposition zusammen mit Gösta Neuwirth und Claus-Henning Bachmann, Erstsendung SFB. Les Jeux à Deux (1999), Hörspiel nach Texten von Unica Zürn, zusammmen mit Inge Morgenroth, DeutschlandRadio. zweitausendzwei (2002) für Sprechstimme. Als Komponistin/Autorin und Interpretin eigener Werke auch vertreten auf Festivals wie z. B. Wie es ihr gefällt (1998, Berlin), Festival of Vision Berlin in Hong Kong (2000, Hongkong).
Ellen Fricke