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ellen fricke | vita
Ellen Fricke vertritt seit Oktober 2010 den Lehrstuhl für Germanische Philologie (Sprachwissenschaft des Deutschen) an der Universität Freiburg. 2008 bis 2010 Lehrstuhlvertretung für Angewandte Sprachwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Seit 2006 ist sie Projektleiterin im Rahmen des von der Volkswagenstiftung geförderten Forschungsprojekts „Towards a Grammar of Gesture: Evolution, Brain, and Linguistic Structures, für das sie Mitantragstellerin war. Ihre Habilitationsschrift (2008) legt die theoretischen Grundlagen für eine multimodale Grammatik des Deutschen und weist für ausgewählte syntaktische Strukturen und Funktionen die systemlinguistische Relevanz redebegleitender Gesten nach.
Von 1996 bis 1997 war sie DFG-Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Kognitionswissenschaft“ in Hamburg und von 1998 bis 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Germanistische Linguistik an der Fakultät 1 der Technischen Universität Berlin. Dort wurde sie 2004 mit Auszeichnung promoviert aufgrund einer Dissertation zum Thema „Origo, Geste und Raum: Lokaldeixis im Deutschen“. 2005 erhielt sie für ihre Dissertation den Tiburtius-Anerkennungspreis des Landes Berlin.
Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Amerikanistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Schauspielausbildung und wechselte zum Studium der Allgemeinen Linguistik und der Kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen von Sprache und Musik an die Technische Universität Berlin, das sie im Mai 1996 als Magistra Artium abschloss.
Ellen Fricke ist Gründungsmitglied der International Society for Gesture Studies (ISGS) und Mitbegründerin des Berlin Gesture Center. Seit Oktober 2008 ist sie Mitglied des Beirats der Deutschen Gesellschaft für Semiotik, und zwar für die Sektion Sprachwissenschaft. Sie ist Mitherausgeberin des zweibändigen Handbuchs „Body – Language – Communication“, das bei Mouton de Gruyter in der Reihe „Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft“ (HSK) erscheint.
Forschungsschwerpunkte: Multimodale Grammatik, Syntax, Pragmatik, Wortsemantik, Sprachtheorie, Zeichentheorie, Deixis, Gesten, Sprache und Kognition, Kultur- und Mediensemiotik.
